Gesündere, vollere Haare neun Tipps aus dem Salon.

Die Gene geben viel vor. Wie gesund und voll Ihr Haar aussieht, entscheiden aber auch Teller, Waschbecken und Föhn. Neun Dinge, die wir unseren Kundinnen und Kunden raten.

Frau von hinten mit langen, glänzenden kastanienbraunen Wellen, die in Bewegung über die Schultern fallen

Neun Tipps für gesündere, vollere Haare

1. Genug Eiweiß essen

Haar besteht fast vollständig aus dem Eiweiß Keratin. Als Richtwert gelten für Erwachsene etwa 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht am Tag – aus Fisch, Eiern, Milchprodukten, Hülsenfrüchten oder magerem Fleisch. Strenge Diäten zeigen sich oft erst Monate später: Das Haar wird dünner und fällt vermehrt aus.

2. Eisen und Zink im Blick behalten

Ein Mangel an Eisen oder Zink kann Haarausfall begünstigen, besonders bei Frauen mit starker Periode oder bei vegetarischer Ernährung. Nüsse, Kerne, Hülsenfrüchte und Vollkorn liefern beides. Präparate sind sinnvoll, wenn ein Blutbild einen Mangel zeigt – nicht auf Verdacht.

3. Gesunde Fette für die Kopfhaut

Omega-3-Fettsäuren aus Lachs, Hering, Leinsamen oder Walnüssen lassen das Haar nicht schneller wachsen, tun aber einer trockenen, gespannten Kopfhaut gut. Und: genug trinken.

4. So oft waschen, wie Ihre Kopfhaut es braucht

Eine feste Regel gibt es nicht. Fettige Kopfhaut verträgt tägliches Waschen, trockene Kopfhaut kommt mit zwei- bis dreimal pro Woche aus. Häufiges Waschen schadet dem Haar nicht, solange das Shampoo mild ist.

5. Das richtige Shampoo wählen

Wählen Sie ein Shampoo für Ihren Kopfhauttyp, nicht für die Längen. Bei Schuppen hilft ein passendes Anti-Schuppen-Shampoo, bei Rückständen von Stylingprodukten gelegentlich ein Kopfhaut-Peeling. Der Preis sagt wenig – die Zusammensetzung viel.

6. Conditioner in die Längen, nicht auf den Ansatz

Ein Conditioner glättet die Schuppenschicht, das Haar wird weicher, glänzt mehr und bricht beim Kämmen seltener. Nur in Längen und Spitzen geben, zwei bis drei Minuten einwirken lassen, gründlich ausspülen. Auf dem Ansatz beschwert er feines Haar.

7. Nasses Haar sanft behandeln

Nasses Haar ist dehnbarer und bricht leichter. Mit dem Handtuch ausdrücken statt rubbeln, mit einem grobzinkigen Kamm von den Spitzen zum Ansatz entwirren und lauwarm statt heiß waschen.

8. Hitze und Zug reduzieren

Mit mittlerer Temperatur und Abstand föhnen, Hitzeschutz verwenden, wo möglich an der Luft trocknen lassen. Straffe Zöpfe immer an derselben Stelle belasten die Haarwurzeln dauerhaft – wechseln Sie Position und Spannung.

9. Regelmäßig schneiden – und richtig

Alle acht bis zwölf Wochen die Spitzen schneiden, damit Spliss nicht weiter aufreißt. Für feines Haar empfehlen wir oft eine stumpfe Kante auf Kinn- bis Schulterlänge: Das Haar wirkt am Ende deutlich dichter als mit vielen Stufen.

Was dem Haar am meisten schadet

Crash-Diäten
Zu wenig Kalorien und Eiweiß zeigen sich oft zwei bis drei Monate später als vermehrter Haarausfall.
Dauerstress
Kann Haare vorzeitig in die Ruhephase schicken. Mehr unter Haarausfall durch Stress.
Schilddrüse und Medikamente
Eine Unterfunktion oder bestimmte Medikamente können das Haar ausdünnen – sprechen Sie das bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an.
Viel Hitze und Chemie
Häufiges Glätten, Blondieren und heißes Föhnen machen das Haar brüchig – es bricht ab, statt auszufallen.

Wenn Pflege allein nicht reicht

Wird der Scheitel breiter oder der Oberkopf lichter, ist das meist anlagebedingt – dagegen helfen weder Nüsse noch Conditioner. Dann braucht es Wirkstoffe, die lange an der Kopfhaut bleiben. Wir empfehlen dafür LADUTI, ein Serum ohne Minoxidil und ohne Hormone, das über Nacht einwirkt. Welche Mittel es sonst gibt, zeigt unser Vergleich Top 10 Haarwuchsmittel.

Häufige Fragen

Welcher Haarschnitt passt zu feinem, dünnem Haar?

Meist ein stumpfer Bob oder Lob mit klarer Kante, auf Kinn-, Hals- oder Schlüsselbeinlänge. Viele Stufen und ausgedünnte Spitzen lassen feines Haar dagegen noch dünner wirken.

Warum werden meine Haare immer dünner?

Häufige Gründe sind Veranlagung, hormonelle Veränderungen wie die Wechseljahre, Stress, Nährstoffmangel oder Krankheiten. Einen Überblick gibt unser Beitrag zu den Ursachen von Haarausfall.

Kann man das Haar wirklich dicker machen?

Das einzelne Haar nur begrenzt – Pflege macht es glatter und widerstandsfähiger. Mehr Fülle entsteht vor allem durch mehr Haare in der Wachstumsphase. Dafür gibt es gezielte Haarwuchsmittel.

Ist Haarcreme oder Haargel besser für feines Haar?

Für feines Haar meist eine leichte Haarcreme in kleiner Menge: Sie gibt Form, ohne zu verkleben. Haargel eignet sich eher für kurze Schnitte mit klarer Kontur.