Haarausfall in den Wechseljahren was jetzt wirklich hilft.

Weniger Östrogen, feineres Haar, ein breiterer Scheitel: Viele Frauen bemerken in den Wechseljahren, dass ihr Haar nachlässt. Was dahintersteckt und was Sie tun können – medizinisch eingeordnet, mit Tipps aus dem Salon.

Lächelnde Frau um die 55 mit graumeliertem Bob streicht sich das Haar an der Schläfe zurück

Warum die Haare in den Wechseljahren dünner werden

Östrogen verlängert die Wachstumsphase der Haare. Sinkt es, verschiebt sich das Gleichgewicht zu den Androgenen, den männlichen Hormonen, die auch Frauen bilden. Empfindliche Haarfollikel am Oberkopf reagieren darauf, schrumpfen und bilden mit jedem Zyklus feinere, kürzere Haare. Gleichzeitig wachsen manchen Frauen mehr Härchen an Kinn oder Oberlippe – derselbe Mechanismus an anderer Stelle.

Typisch ist ein schleichender Verlauf: Der Mittelscheitel wird breiter, am Oberkopf scheint die Kopfhaut durch, der Zopf wird dünner. Der Stirnhaaransatz bleibt meist erhalten.

Andere Ursachen, die jetzt häufiger sind

Schilddrüse
Funktionsstörungen sind in dieser Lebensphase häufig und können Haarausfall auslösen. Wird die Schilddrüse behandelt, bessert er sich oft.
Eisenmangel
Vor allem bei starken Blutungen in der Zeit vor der Menopause.
Belastung und Schlafmangel
Hitzewallungen, schlechter Schlaf und Stress können einen vorübergehenden Haarausfall auslösen (Haarausfall durch Stress).
Medikamente
Einige Blutdrucksenker, Cholesterinsenker oder Antidepressiva. Nie eigenmächtig absetzen.

Was hilft gegen Haarausfall in den Wechseljahren?

Mittel für die Kopfhaut

Minoxidil ist als Arzneimittel für Frauen gut untersucht und wird einmal täglich aufgetragen; zu Beginn kann der Ausfall vorübergehend zunehmen, und es braucht eine Daueranwendung. Wer ohne Arzneimittel beginnen möchte: In unserem Vergleich der zehn bekanntesten Haarwuchsmittel steht das Serum von LADUTI auf Platz 1 – abends auf die Kopfhaut aufgetragen, ohne Minoxidil und Hormone, mit AnaGain™ und Procapil™. Als milde Pflege rund um die Wechseljahre ordnen wir dort auch das Plantur 39 Phyto-Coffein-Tonikum ein.

Ernährung und Alltag

Wunder bewirkt keine Ernährung, aber ein Mangel schadet. Achten Sie auf ausreichend Eiweiß (Hülsenfrüchte, Eier, Fisch, Milchprodukte) und eisenreiche Lebensmittel. Bewegung, Schlaf und Entspannung lindern zudem andere Wechseljahresbeschwerden. Rauchen beschleunigt die Hautalterung – auch an der Kopfhaut.

Was wir im Salon empfehlen

Feineres Haar braucht eine andere Schnittführung. Bewährt haben sich:

  • Bobs und schulterlange Schnitte mit kompakter Kante statt langer, ausgedünnter Spitzen
  • Weiche Stufen am Oberkopf für Volumen, ohne die Kontur zu schwächen
  • Farbe mit mehreren feinen Nuancen statt einer flachen Farbe – sie lässt die Kopfhaut weniger durchscheinen; graue Haare sind oft gröber und können gezielt Fülle geben
  • Leichte Pflege: Volumenshampoo, Conditioner nur in die Längen, kein schweres Öl am Ansatz

Mehr Haarausfall-Themen für Frauen finden Sie im Beitrag Haarausfall bei Frauen.

Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Bei plötzlichem, fleckigem oder sehr starkem Haarausfall, bei Schmerzen, Rötung, Schuppung oder Narben auf der Kopfhaut lassen Sie die Ursache bitte in einer hautärztlichen Praxis abklären.

Häufige Fragen

Hört der Haarausfall nach den Wechseljahren wieder auf?

Ein vorübergehender Ausfall durch Belastung oder Schlafmangel ja. Der hormonell und erblich bedingte Haarausfall schreitet dagegen meist langsam weiter fort, wenn man nichts tut. Mit einer konsequenten Behandlung lässt er sich oft bremsen.

Was hilft gegen Haarausfall in den Wechseljahren?

Ursache abklären, Mängel gezielt ausgleichen, ein Mittel direkt für die Kopfhaut über mehrere Monate anwenden und den Haarschnitt anpassen. Hormonelle Behandlungen gehören in ärztliche Hände.

Hilft eine Hormonersatztherapie gegen Haarausfall?

Das ist individuell und nicht der Hauptgrund für eine Hormontherapie. Sprechen Sie Nutzen und Risiken mit Ihrer Frauenärztin ab.

Welche Vitamine helfen bei Haarausfall in den Wechseljahren?

Nur die, die tatsächlich fehlen – am häufigsten Eisen, gelegentlich Vitamin D. Eine Blutuntersuchung zeigt, ob eine Ergänzung sinnvoll ist.

Welcher Arzt hilft bei Haarausfall in den Wechseljahren?

Die Hautarztpraxis für den Haarausfall selbst, die Frauenärztin für hormonelle Fragen. Beide arbeiten oft zusammen.